Deine persönliche Yogapraxis als Yogalehrer*in

Deine Wohlfühloase, dein Labor der Erkenntnisse, deine Inspirationsquelle


DAS WICHTIGSTE was du als Yogalehrer tun kannst ist deine eigene Yoga Praxis für dich zu Hause zu entdecken. Deine eigene Praxis ist dein Erschaffungslabor. Hier machst du deine Erfahrungen. Hier lernst du deinen Körper kennen, hier holst du dir die Ideen für deine Stundenbilder. Hier lernst du Selbstdisziplin. Alle diese Erfahrungen sind so wertvoll für deinen Unterricht um motiviert und inspiriert zu bleiben.


Deine eigene Yoga Praxis Zuhause ist auch da um das gelernte von anderen Lehrern zu verdauen und daraus deinen eigenen Weg zur Praxis und zum Unterricht zu finden.


Deine Yoga Praxis ist vor allem wichtig um für dich selbst zu sorgen. Als Yogalehrer geben wir all unsere Liebe, Energie, Aufmerksamkeit unseren Schülern. Das gleiche sollten wir auch für uns selbst tun. Wir können kein guter Yogalehrer sein, wenn wir nicht erst ein guter Yogaschüler sind.


Sich selbst zu vernachlässigen und nur an seine Schüler zu denken, kann nicht lange gut gehen.


Manchmal ist es gar nicht einfach sich selbst zu motivieren auf die Matte zu kommen. Denk daran es geht nicht um eine Leistung. Sei einfach du selbst. Geh täglich auf die Matte auch wenn es nur ein paar Minuten sind und schau was passiert. Oft beginne ich mit einer langen Kindsstellung und bin überrascht wie dann die Lust auf mehr Bewegung kommt. Jede Erfahrung ist bereichernd. Deine Home Practice muss nicht gleich sein, wie das was du unterrichten willst oder die Yogastunden die du mitmachst.


Mir hilft es mich daran zu erinnern, wie gut ich mich nach meiner Yoga Praxis fühle.


Schau es als ein Prozess an. Schenk dir Zeit um deine Home Practice als Gewohnheit zu kultivieren. Hier kommen ein paar Strategien und Tipps wie du motiviert bleibst.


 

MACH DAS WAS DEIN KÖRPER GERADE HEUTE BRAUCHT


SCHENK DIR EINEN MOMENT DER STILLE bevor du direkt mit deiner Asana Praxis beginnst. Das sollte dir helfen zu identifizieren, wie du dich fühlst und was dir gerade wichtig ist um durch deine Yoga Praxis inneres Gleichgewicht zu erlangen. Es gibt Tage da brauche ich eher eine restaurative und ruhige Praxis und an anderen Tagen, da fühl ich schon das Feuer und möchte eine schweisstreibende Asana Praxis. Es gibt Tage, da fokussiere ich mich auf einen gewissen Körperbereich. Es können mal die Schultern und der Nacken im Fokus stehen oder die Hüfte. Hör auf deinen Körper, was tut mir jetzt gut?


DAS RICHTIGE MINDSET IST GOLDWERT


LEGE DIR DIE YAMAS UND NIYAMAS ZU HERZEN, bevor du Asanas praktizierst. Die richtige Einstellung ist viel wichtiger als die äusserliche Asana Praxis. Mit den ersten zwei Schritten vom achtgliedrigen Weg des Patanjali, hast du das richtige Mindset in deiner Asana, Pranayama und Meditationspraxis. Das wird dir Leichtigkeit, Freude und eine Freude beim praktizieren schenken. Wenn man einfach nur die Asana Praxis ohne die richtige Einstellung praktiziert ist das kein Yoga, sondern Akrobatik oder Dehnübungen. Gleichzeitig ist die Atmung der wichtigste Faktor in deiner Asana Praxis der dich immer wieder ins Hier und Jetzt holt und dir Aufmerksamkeit schenkt und dich vor Verletzungen schützt. Die Atmung zu beobachten bringt uns in eine meditative Erfahrung.


AUTHENTISCH UND EHRLICH


DER PERFEKT AUFGERÄUMTE RAUM, DIE PERFEKTE STILLE IM GEIST, na klar, dass wünschen wir uns alle. Aber mal ganz ehrlich, es ist nicht immer so und das ist auch okay. Ich habe schon so oft, meine Yoga Praxis vorgezogen, obwohl im Schlafzimmer mindestens eine Tonne Wäsche auf mich gewartet haben. Manchmal gibt es Tage, wenn unsere knapp zwei Jahre alte Tochter andere Pläne hat als ein Mittagsschläfchen zu halten. Trotzdem möchte ich nicht auf meine Yogapraxis verzichten. Ich weiss, dass tut mir gut, und wenn es mir gut tut, dann tut es meiner ganzen Familie gut. Es kann natürlich sein, dass ich im Kopf ganz und gar nicht abschalten kann, da Malu an allem zieht oder Lärm macht oder auch mit mir zusammen auf der Matte Yoga machen möchte. Meine Yogapraxis muss aber nicht perfekt sein, diesen Anspruch habe ich nicht. Ich freue mich, dass ich mir die Zeit für mich nehme, auch wenn unser Zuhause manchmal weniger und manchmal mehr chaotisch ist.


INVESTIERE IN DICH


EINE RUTSCHFESTE YOGAMATTE, zwei Yogablöcke, Gürtel, Bolster und ein Yogakissen sind die Must Haves um sich zu Hause bestens einzurichten. Natürlich kannst du wenn es der Platz in deinem Zuhause zulässt dir eine schöne inspirierende Ecke einrichten. Bei mir Zuhause gibt es in jedem Zimmer schöne Edelsteine, Pflanzen und ein Diffuser in der Nähe. Diese Atmosphäre gefällt mir persönlich und schenkt mir Kraft und Ruhe. Zurück zum wichtigsten. Du brauchst eine Yogamatte auf die du dich verlassen kannst. Eine Yogamatte die rutscht macht nicht nur wenig Spass sondern ist auch gefährlich. Das wäre ob man in seinem Büro einen schlechten Stuhl hätte, da kann man auch nicht arbeiten und dem Rücken tut das auf die Dauer auch nicht gut. Egal wie gut die Yogamatte ist, man soll sie immer pflegen. D.h Nach jeder Asana Praxis soll sie gereinigt und wieder zusammengerollt an ihren Ort gebracht werden. Eine Yogamatte die stinkt lenkt ab und wenn du die Matte nie zusammenrollst, wird ihre Oberfläche rau und verliert ihre rutschfeste Eigenschaften.


MACH ASANAS DIE DIR SPASS MACHEN UND EIN BISSCHEN VON DEM WAS DIR WENIGER SPASS MACHT


DER ANFANG MACHT DIE MUSIK. Wähle Asanas die dir Spass machen, dass wird dich motivieren auf der Matte zu bleiben. Tu das was dir gerade gut tut und Spass macht. Psychologischer Trick, dass was uns Spass macht tendieren wir wieder und wieder zu machen. Ausserdem, wenn dir etwas gut tut, warum auch darauf verzichten? Trotzdem sollten wir nicht die Asanas vergessen, die uns weniger Spass machen, da steckt mehr dahinter. Oft machen wir das was uns leicht fällt. Wir machen Dinge gern, die wir gut können. Hier gehts darum auch einmal im Tag, raus aus die Komfortzone und auch mal das machen was weniger Spass bringt. Für einige bedeutet das ruhig sitzen und eine Atemmeditation zu machen, für andere bedeutet dass, die Mitte zu kräftigen.


PRAKTIZIERE ZU DEINEM GEWÜNSCHTEN ZEITPUNKT


KLAR WÄRE ES SCHÖN JEDEN MORGEN MIT YOGA ZU STARTEN. Aber frag dich bist du das wirklich? Jeder Mensch ist anders. Vielleicht ziehst du es vor Morgens konzentriert zu arbeiten. Es ist wichtig, dass Yoga nicht den Zeitpunkt deiner Praxis bestimmt. Du bestimmst den Zeitpunkt deiner Praxis. Was passt dir am besten in deinen Tag hinein? Früher als ich nur Mama von einem Kind war, setzte ich meine persönliche Praxis am Mittag, als mein erstes Kind schlief. Seit ich zum zweiten Mal Mama geworden bin, stehe ich früher auf, wennalle noch schlafen, mache ich Yoga beim See.


Zitat zum Abschluss:

"Mein Rat für Yogalehrer ist persönliche Praxis. Das grösste Opfer, das so viele Lehrer machen, die versuchen sich durch Yoga den Lebensunterhalt zu verdienen, ist, ihre persönliche Praxis auszulassen. Und das ist das am wenigsten Liebevolle, was du tun kannst." - Rod Stryker





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